📍 Am Allerheiligenberg 60 · 56112 Lahnstein ☎ Telefon +49 (0) 2621 6208066 michaelloch@web.de

Förderkreis Allerheiligenbergkapelle Lahnstein

Förderkreis Allerheiligenbergkapelle Lahnstein

Rosenkranzweg

Rosenkranzweg

Station 1

Freudenreicher Rosenkranz,
1. Geheimnis:

„Den du, o Jungfrau,
vom hl. Geist empfangen hast“

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes. Gleichsam ihrem Vor-bild in Koblenz-Arenberg sind sie mit dunklen Schlackensteinen, Erzen, Kristallen und Halbedelsteinen kunstvoll eingemauert.

Ursprünglich trugen sie Figurengruppen aus Terrakotta, die 1935 durch Bilder im Stil der Beuroner Kunst ersetzt wurden. Die Ausführung erfolg-te durch Kunstmaler Seemann in Horchheim unter Leitung des Benedik-tinerbruders Notker aus Maria Laach.

Die Kapellchen des Rosenkranzweges wurden 1873/74 entlang des rund 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein hinauf zum Allerheiligenberg errichtet. Sie zeigen die Geheimnisse des Rosenkranzes und wurden nach dem Vorbild der Anlage in Koblenz-Arenberg gestaltet. Ihr Mauerwerk ist mit Schlackensteinen, Erzen, Kristallen und Halbedelsteinen geschmückt.

Station 2

Freudenreicher Rosenkranz,
2. Geheimnis:

„Den du, o Jungfrau,
zu Elisabeth getragen hast “

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes.

Dieser besteht aus je fünf Stationen des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes. Von den ursprünglich 15 Kapellchen ste-hen heute noch elf. Sie stehen unter Denkmalschutz und werden von Mitgliedern des Förderkreises Allerheiligenberg e. V. betreut.

Diese Station gehört zum freudenreichen Rosenkranz und zeigt das zweite Geheimnis. Der Rosenkranzweg bestand ursprünglich aus fünfzehn Kapellchen mit Darstellungen des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes. Die Anlage steht heute als historisches Zeugnis der Wallfahrtstradition am Allerheiligenberg unter besonderer Pflege.

Station 3

Freudenreicher Rosenkranz,
4. Geheimnis:

„Den du, o Jungfrau,
im Tempel aufgeopfert hast “

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes.

Die Kapelle mit dem dritten Geheimnis „Den du, o Jungfrau zu Betlehem geboren hast“ wurde durch Bombeneinwirkung im Zweiten Weltkrieg zer-stört. Sie stand an den sogenannten drei Tannen unterhalb der heutigen Christus-kirche und wurde nicht wieder aufgebaut.

Die heutige dritte Station zeigt das vierte Geheimnis des freudenreichen Rosenkranzes. Das ursprüngliche Kapellchen mit dem dritten Geheimnis, der Geburt Jesu in Betlehem, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. An den früheren Standort bei den „Drei Tannen“ erinnert heute eine Informationstafel.

Station 4

Schmerzhafter Rosenkranz,
2. Geheimnis:

„Der für uns gegeißelt worden ist“

Dieses ursprünglich siebte Kapellchen enthält auch die bildlichen Darstellungen links des schmerzhaften Rosenkranzes, 1. Geheimnis:
„Der für uns das Blut geschwitzt hat“ und

rechts des glorreichen Rosenkranzes, 1. Geheimnis:
„Der von den Toten auferstanden ist“.

Die seitlichen Bildnisse hingen ursprünglich in zwei Kapellchen, die in der Nachkriegszeit abge-rissen worden sind.

Diese Station war ursprünglich das siebte Kapellchen des Rosenkranzweges. Neben dem Hauptmotiv des schmerzhaften Rosenkranzes befinden sich hier auch Darstellungen, die früher zu zwei anderen Kapellchen gehörten. Dadurch bewahrt diese Station mehrere Motive, die sonst durch Kriegszerstörung oder spätere Veränderungen verloren gegangen wären.

Station 5

Schmerzhafter Rosenkranz,
3. Geheimnis:

„Der für uns mit Dornen gekrönt worden ist“

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes.

Bei dieser Kapelle handelt es sich ursprünglich um die achte Station.

Die fünfte Station gehört zum schmerzhaften Rosenkranz und zeigt das Motiv der Dornenkrönung. Ursprünglich handelte es sich um die achte Station des historischen Rosenkranzweges. Sie erinnert an die Leidensstation Christi und ist Teil der erhaltenen Bildfolge entlang des Weges zum Allerheiligenberg.

Station 6

Schmerzhafter Rosenkranz,
4. Geheimnis:

„Der für uns das schwere Kreuz getragen hat“

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes.

Bei dieser Kapelle handelt es sich ursprünglich um die neunte Station. Die nächste Kapelle befindet sich auf dem rechts abzweigenden Weg.

Diese Station zeigt das Geheimnis des Kreuztragens. Ursprünglich war sie die neunte Station des Rosenkranzweges. Von hier aus führt der Weg weiter zu den folgenden Kapellchen; die nächste Station liegt auf einem rechts abzweigenden Weg.

Station 7

Schmerzhafter Rosenkranz,
5. Geheimnis:

„Der für uns gekreuzigt worden ist“

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes.

Bei dieser Kapelle handelt es sich ursprünglich um die zehnte Station. Hierher verlief ursprünglich der Alte Bucher Weg zum Allerheiligenberg.

Die siebte Station stellt die Kreuzigung Christi dar und gehörte ursprünglich zur zehnten Station des Rosenkranzweges. Hier verlief früher der Alte Bucher Weg zum Allerheiligenberg. Die Station verbindet damit religiöse Darstellung und historische Wegführung.

Station 8

Glorreicher Rosenkranz,
2. Geheimnis:

„Der in den Himmel aufgefahren ist“

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes.

Bei dieser Kapelle handelt es sich ursprünglich um die zwölfte Station. Die frühere 11. Station (Glorreicher Rosenkranz, 1. Geheimnis) fehlt heute. Sie stand ehemals am Ende des vorher abzweigenden Weges auf der linken Seite. Sie wurde in den

Diese Station zeigt das zweite Geheimnis des glorreichen Rosenkranzes: die Himmelfahrt Christi. Ursprünglich war sie die zwölfte Station des Rosenkranzweges. Die frühere elfte Station mit dem Motiv der Auferstehung ist nicht mehr erhalten; ihr Bildmotiv ist heute in einer anderen Station mitbewahrt.

Station 9

Glorreicher Rosenkranz,
3. Geheimnis:

„Der uns den Heiligen Geist gesandt hat“

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes.

Ursprünglich trugen sie Figurengruppen aus Terra-kotta, die 1935 durch Bilder im Stil der Beuroner Kunst ersetzt wurden. Einzig von diesem Motiv ist das alte Bildnis erhalten geblieben. Es hängt heute im Eingangsbereich der Allerheiligenbergkapelle und nennt als Stifter die Sebastianus-bruderschaft Niederlahnstein.

Die neunte Station zeigt das Pfingstmotiv des glorreichen Rosenkranzes. Besonders bedeutsam ist, dass sich zu diesem Motiv ein altes Bildnis erhalten hat, das heute im Eingangsbereich der Allerheiligenbergkapelle hängt. Als Stifter wird die Sebastianusbruderschaft Niederlahnstein genannt.

Station 10

Die Lourdes-Grotte

wurde von den Oblatenpatres angelegt und erinnert an die Marienerscheinungen im Jahr 1858 in Lourdes, dem meist be-suchten Wallfahrtsort in Südwestfrankreich. Dort soll der vierzehnjähri-gen Bernadette wiederholt die Muttergottes erschienen sein. Auch der Allerheiligenberg war ein Wallfahrtsort. Diese blühte in den 1920er Jah-ren auf, nachdem sich die Patres hier niedergelassen hatten.

Die Lourdes-Grotte wurde von den Oblatenpatres angelegt und erinnert an die Marienerscheinungen von Lourdes im Jahr 1858. Sie steht zugleich für die Wallfahrtstradition am Allerheiligenberg, die besonders in der Zeit der dort ansässigen Patres neu auflebte.

Station 11

Glorreicher Rosenkranz,
4. Geheimnis:

„Der dich in den Himmel aufgenommen hat“

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes.

Bei dieser Kapelle handelt es sich ursprünglich um die 14. Station. Sie wurde zwischenzeitlich erneuert.

Die elfte Station gehört zum glorreichen Rosenkranz und zeigt das Geheimnis der Aufnahme Mariens in den Himmel. Historisch handelte es sich ursprünglich um die vierzehnte Station des Rosenkranzweges. Die Station wurde im Laufe der Zeit erneuert.

Station 12

Glorreicher Rosenkranz,
5. Geheimnis:

„Der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat“

Die Kapellchen wurden 1873/74 rechts und links des 1.200 Meter langen Weges vom Friedhof Niederlahnstein zum Allerheiligenberg im Auftrag von Pfarrer Josef Wolf angelegt. Ihre bildlichen Darstellungen offenbaren die 15 Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes.

Bei dieser Nische handelt es sich ursprünglich um die 15. Station. Sie bildet einen Ersatz für das bereits in den 1920er Jahren abgetragene Kapellchen auf dem Pilgervorplatz vor der Allerheiligenbergkapelle, vor dem Haupteingang rechts.

Diese Station zeigt das fünfte Geheimnis des glorreichen Rosenkranzes: die Krönung Mariens im Himmel. Die heutige Nische ersetzt das ursprüngliche fünfzehnte Kapellchen, das sich früher auf dem Pilgervorplatz vor der Allerheiligenbergkapelle befand und bereits in den 1920er Jahren abgetragen wurde.

Station 13

Die Grablegung Christi

wurde 1897 von dem bekannten und ab 1903 in Niederlahnstein lebenden Bildhauer und Künstler Caspar Weis (1849-1930) geschaffen. Diese Gruppe wurde aus einem einzigen Steinblock gearbeitet. Sie wurde von der Familie C. S. Schmidt gestiftet. Die künst-lich angelegte Felsenhöhle war bis in die 1950er Jahre von der Berg- zur Lahnseite hin durchgängig begehbar. Dann wurde sie bis zur Mitte, wahrscheinlich wegen Einsturzgefahr, zugeschüttet.

Vom gleichen Künstler stammen auch die Kreuzigungsgruppe, der Hochaltar und der Kriegergedächtnisaltar in der 1901 eingeweihten Al-lerheiligenbergkapelle sowie weitere Werke in der Johanniskirche und in St. Barbara, Niederlahnstein. Caspar Weis liegt auf dem Friedhof Aller-heiligenbergstraße begraben. Sein Grabstein steht an der rechten Gruft-kapelle und wurde von ihm selbst künstlerisch gestaltet.

Die Grablegung Christi wurde 1897 von dem Lahnsteiner Bildhauer und Künstler Caspar Weis geschaffen. Die Figurengruppe wurde aus einem einzigen Steinblock gearbeitet und von der Familie C. S. Schmidt gestiftet. Caspar Weis schuf auch weitere bedeutende Werke an und in der Allerheiligenbergkapelle.

Station 14

Wegbeschreibung

Der Rosenkranzweg führt vom Bereich des alten Friedhofs Niederlahnstein hinauf zum Allerheiligenberg. Die Stationen begleiten den historischen Wallfahrtsweg zur Allerheiligenbergkapelle und verbinden religiöse Betrachtung, Ortsgeschichte und die besondere Lage oberhalb von Lahn und Rhein. Die Kapelle liegt auf einer rund 170 Meter hohen Bergkuppe und ist Teil der gewachsenen Wallfahrtstradition am Allerheiligenberg.